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Familie we all have a chapter we don't read out loud.
User
about the character

Caroline Hayes wohnt in Queens, New York City, ist 39 Jahre alt, arbeitet als Psychiaterin/Autorin und gehört zur Oberschicht.

Für das Aussehen des Charakters stand Sarah Gadon Modell.

about the user

Caroline Hayes gehört seit 28.03.2022 zum Behind Closed Doors, verfasste bisher 5 Posts und 3 Threads und hört auf den Namen Kate.
Caroline Isabella Hayes
39 Jahre
Psychiaterin/Autorin
Geschieden
played by
Kate
#1
TRIGGER: Drogenmissbrauch, Suizid, Verlust beider Elternteile, Depression


Meine süße Schwester,


Gesuchte/r
Orlando Bloom? // 35 Jahre // Kleinkrimineller

so habe ich deine ersten Zeilen in Erinnerung, so will ich sie in Erinnerung behalten, doch es sind nichts als alte Brandnarben auf meinem Herzen, die mich heute bloß noch daran erinnern was einst war und schon lange nicht mehr ist. Hasserfüllt und wütend sind die Briefe geworden, die du mir heute mit zittrigen Händen schreibst und doch aus unserem Leben nicht mehr fort zu denken sind. Damals, als wir noch jung waren, hast du mir in krakeliger Handschrift auf diese Weise alle deine Sorgen und Gedanken anvertraut. Jeden Abend versteckten wir kleine Zettelchen und Briefe unter die Kissen des anderen; unser Weg, unser kindliches Spiel, an dem wir bis heute festgehalten haben, ganz gleich wie weit uns das Leben auseinander trieb. Du hast mir geschrieben, als du einen Kratzer auf Dads Auto hinterlassen hattest. Du hast mir geschrieben, als du dich ein Wochenende mit deinen neuen Freunden aus dem Staub gemacht hast und Tante Helen tobte vor Wut. Du hast mir geschrieben, als du die erste Nacht in der Entzugsklinik verbringen musstest. So viele Briefe und keinen einzigen von ihnen habe ich je wegschmeißen können. Tief verstaut und verpackt in kleinen Boxen unter meinem Bett hüte ich sie noch immer, denn sie sind alles was mir von meinem geliebten, kleinen Bruder geblieben ist. Ja, ich liebe dich, das tat ich immer, auch wenn du schon lange etwas anderes glaubst und wenn es tatsächlich so etwas wie einen Gott gibt, bete ich jeden Abend für dich. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass du endlich in deiner Wut und deinem Schmerz zu mir zurückfindest. So viel Schmerz. Schmerz, den wir teilen sollten, sind wir doch im selben Haus aufgewachsen. Es war das selbe Haus, das in Flammen aufgegangen ist, die selbe Mutter, die Liebe und Wahnsinn nicht mehr zu unterscheiden wusste und sich dazu entschloss, unsere gemeinsame Vergangenheit in Asche und Staub zu verwandeln. Du warst noch so klein als man uns aus dem bescheidenen Mayfield in die USA in die Obhut unserer Tante schickte. Konntest kaum verstehen, was geschehen war, wieso Mommy und Daddy nicht mehr mit uns spielen und toben konnten. Mum konnte es schon lange nicht mehr, aber das hast du nie gesehen. Du hast so vieles nicht gesehen und so vieles habe ich dich nie sehen lassen. Ich wollte dich beschützen vor den Dämonen unserer Mutter, du solltest sie so in Erinnerung behalten wie sie war, bevor die Krankheit nach und nach ihren Verstand verschleierte. Heute, so viele Jahre später, weiß ich, dass das falsch war und doch weiß ich nicht, wie ich den Fehler wieder gut machen kann. Während ich meinen ganz eigenen Weg fand um das Geschehene zu verdrängen und mich in meine Studien flüchtete, war ich es, die nicht sehen konnte – oder wollte – wie es dich zerriss. Jugendliche Eskapaden verwandelten sich in eine Spirale aus Drogen und Alkohol, der du bis heute nicht entkommen kannst und es bricht mir das Herz, dich so zu sehen. Mit ansehen zu müssen, wie du all deine Träume, dein Talent, deine Leidenschaft begraben hast und dem Kummer nicht entfliehen kannst, der sich in deinem Herzen eingenistet hat.

Suchende/r

Und doch bist du der Einzige, der weiß, dass ich diesen Kummer kenne. Auch mich verfolgt er in der Nacht, wenn ich schweißgebadet und von Albträumen geplagt aufschrecke. Ich, die ihr Geld heute damit verdient, traumatisierten Patienten zur Seite zu stehen. Ich, die als gefeierte Autorin Bücher schreibt und all diesen verletzten Seelen hilft, sich von dem Schmerz zu lösen. Ihn zu verarbeiten. Ihn zuzulassen, während ich selbst ihn so tief in die tiefsten, dunkelsten Winkel meines Herzens verbannt habe. Höhnisch ist dein Lächeln, von Bitterkeit durchzogen, wenn du mein strahlendes Gesicht auf dem Cover unzähliger Ratgeber in den Händen hältst. Du weißt, dass ich sie alle belüge, mit Weisheiten, an die ich selbst nicht glaube. Und am allermeisten belüge ich mich selbst, wenn ich fröhlich tänzelnd durch den Sommerregen des Hyde Parks laufe ohne irgendjemanden von den eigenen Geistern je erzählt zu haben, die mir folgen. Aber so will ich mich sehen. Unbekümmert. Lebenshungrig. Ich belüge mich selbst, wenn ich morgens in den Spiegel schaue und mir einrede meinen Ex-Mann nicht zu vermissen. Ich belüge mich selbst, wenn ich versuche mit Make-up die Spuren schlafloser Nächte und zu viel Rotwein zu überschminken. Statt mich den eigenen Dämonen zu stellen, versuche ich bei anderen all das zu reparieren, das ich in unserer Kindheit nicht hatte retten können. Ich hatte dich nicht retten können und heute, wenn ich abermals einen deiner wütenden Briefe in den Händen halte, steigen mir die Tränen in die Augen. Es war Henry, mein Mann, der mir in all den Jahren zur Seite stand, wenn ich nicht mehr die eigene Kraft hatte dir zu antworten. Es war Henry, der darauf achtete, dass ich nicht zerbrach – und nun ist Henry fort, meine Unterschrift auf den Scheidungspapieren lange gesetzt, doch bloß weil wir vor einem Jahr getrennter Wege gingen, ist die Liebe niemals fortgegangen. Ich rede mir so sehr ein, niemanden zu brauchen, doch das ist nicht wahr. Ich brauche dich, obwohl ich dich vor wenigen Monaten schweren Herzens vor die Türe gesetzt habe. Ich brauche Henry, der seit einigen Wochen auf keine meiner Anrufe und Nachrichten reagiert. Blind tanze ich lachend durch die Welt ohne sehen zu wollen, dass ich mich immer weiter auf den Abgrund zubewege. Vielleicht habe ich dich nicht retten können. Vielleicht können wir uns nur gemeinsam retten.

Wunschliste

Du hast es bis hierher geschafft? Das freut mich sehr! Hinter Caroline stecke ich, Kate, und bin wie man unschwer erkennen kann, auf der Suche nach ihrem jüngeren Bruder Archibald. Die Beziehung der Geschwister ist, wie ich finde, überaus komplex und bietet allerlei Drama und Herzschmerz, der auch nicht so schnell vergehen soll. Archie hat ebenso mit Dämonen zu kämpfen, wie auch seine Schwester, die mit Sicherheit nicht von den einen auf den anderen Tag verschwinden werden. Caroline hat ihn vor einigen Monaten vor die Türe gesetzt, nachdem er abermals einen Entzug abgebrochen hatte. Sicher nicht, weil sie ihm böse ist, sondern weil sie seinen selbstzerstörerischen Lebensstil nicht mehr unterstützen konnte, was sicherlich auch nochmal an ihm nagen wird. Ebenso wie an ihr. Zudem hat sie sich vor kurzer Zeit an einen Privatdetektiv gewandt, der Informationen über das plötzliche Verschwinden ihres Ex-Mannes beschaffen soll – blöder Weise ahnt sie jedoch nicht, dass es genau dieser war, der Henry vor ein paar Wochen das Leben nahm und nun versucht, dessen Hinterbliebene langsam aber sicher in seine Fänge zu ziehen.
Anschlussmöglichkeiten sind gewiss genug gegeben. Ich bin selbst noch recht neu im Forum, kann aber dankbarer Weise behaupten, dass die Community es einem leicht macht, Anschluss für den eigenen Charakter zu finden. (: Name und Avatarperson sind nicht fix, allerdings wünsche ich mir doch ein Veto-Recht. Das Alter hingegen ist leider nicht variabel, da es doch recht wichtig für die gemeinsame Storyline ist.
Ansonsten mag ich nur noch erwähnen, dass ich selbst eine sehr gemütliche Posterin bin. Neben RL und anderen Foren werde ich dir eher weniger einmal die Woche antworten können – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel – allerdings versuche ich schon, dich nicht länger als einen Monat auf eine Antwort warten zu lassen. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel, doch wenn das Privatleben dazwischenfunkt, dann würde ich dich immer auf dem Laufenden halten. Das bedeutet, dass ich selbstverständlich ebenso geduldig mit meinen Postpartnern bin. Das RPG soll schließlich Spaß machen und keinen weiteren Stress bedeuten, den haben wir im Alltag zuweilen doch genug. (: Zu erreichen bin ich via Discord, find's aber auch nicht so schlimm, wenn du damit nicht dienen kannst.






storming gates | 04.05.2022
Anastasija Angelkowa, Yeon Hwang, Blaise O´Bannion, Arlo Malone gefällt dieser Beitrag
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